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Kategorien: Alle Diverses Linux

06. Dezember 2011, 06:52

Eigenes Debian Repository für HP-SIM

HP-Server sind ja an sich ganz feine Maschinen. Wer allerdings mehr als eine davon sein Eigen nenn darf, der wird über kurz oder lang bei einem seiner Gänge durchs Rechenzentrumbemerken, dass vielleicht hier und da ein rotes Lämpchen blinkt oder auf den Displays seiner Server ausgefallene Bauteile (Speicher, HDD, Fans o.​ä.​) angezeigt werden.
Spätestens zu diesem Zeitpunkt könnte einem in den Sinn kommen, dass es eine gute Idee ist, über solche Ereignisse benachrichtigt zu werden, statt sie erst zu bemerken wenn man mal zufällig dran vorbeiläuft. Monitoringsysteme sollte zwar ohnehin jedes halbwegs seriöse RZ besitzen, aber was ist mit der Hardware? Wer sich mit diesem Gedanken beschäftigt, stösst über kurz oder lang bei HP auf den HP Systems Insight Manager kurz HP-SIM. Dieser befragt sämtliche HP-Server an Hand ihrer Agents nach ihrem Hardwarestatus und meldet rechtzeitig Probleme. Natürlich muss man nicht unbedingt dieses Riesenwerkzeug nehmen, sondern kann das ganze auch von seinem Nagios aus überwachen lassen. Dann bleibt aber eine Komponente trotzdem essentiell: der HP SIM Agent
Hierfür stellt HP dankenswerterweise auch lustige Linux-Pakete bereit - auch für Debian! Leider fehlt es an einem Repository, welches man einfach per apt-get update; apt-get upgrade nutzen könnte. Wer aber ohnehin ein paar Debianserver im Netz hat und deswegen schon ein lokales Repository für die normalen Pakete besitzt, der sollte sich ruhig auch ein HP SIM Repository bauen. Das ist schon mit ein paar Handgriffen erledigt.

Zunächst installieren wir auf unserem zukünftigen Repository Server das Paket debmirror und natürlich einen Apache, um die Pakete nachher aus ausliefern zu können

aptitude install debmirror apache2

Danach muss debmirror noch konfiguriert werden. Eine Vorlage hierzu findet sich unter /​usr/​share/​doc/​debmirror/​debmirror.​conf. Diese kopiert man einfach nach /​etc/ und passt sie für die Verwendung mit den HP-Server an. Danach sollte das Ganze in etwa so aussehen:


vi /​etc/​debmirror.​conf

$mirrordir="/​var/​www/​hp-sim";

$verbose=1;
$progress=1;
$debug=0;

$host="downloads.​linux.​hp.​com";
$remoteroot="SDR/​downloads/​ProLiantSupportPack/​Debian";
$download_method="http";
@dists="lenny/​current,​squeeze/​current";
@sections="non-free";
@arches="i386,​amd64";
$omit_suite_symlinks=0;
$skippackages=0;
$i18n=0;
$getcontents=0;
$do_source=1;
$max_batch=0;

$state_cache_days=0;

$ignore_release_gpg=1;
$ignore_release=1;
$check_md5sums=0;
$ignore_small_errors=0;

$cleanup=0;
$post_cleanup=1;

$timeout=300;

$rsync_batch=200;
$rsync_options="-aIL --partial";

$passive=0;
$proxy="http:​/​/​1.​2.​3.​5:​3128/​";

$dry_run=0;

$diff_mode="use";

1;


Nach einem Aufruf von debmirror wird jetzt unter /​var/​www/​hp-sim/ ein Repository für lenny und squeeze angelegt, jeweils mit 32- und 64-bit Paketen. Da ich über einen Proxy gehen muss, verwende ich als download_method http, ansonsten empfehle ich rsync, wegen des geringeren Bandbreitenverbrauchs. Wer zuerst einen kleinen Testlauf machen möchte, der setzt einfach noch die Option dry_run=1.
Wer hier stehts aktuell bleiben möchte, sollte sich einfach einen cronjob anlegen, der z.​B. einmal wöchentlich oder monatlich debmirror aufruft und das Repository mit den HP-Servern abgleicht.

Jetzt gehts an die "Clients". Dort wird einfach das neue Repository in die sources.​list eingetragen, einmal ein Update drübergejagt, und schon können die nötigen Pakete in gewohnter Manier installiert werden:


echo 'deb http:​/​/​<reposerver>/​hp-sim/ squeeze/​current non-free' >> /​etc/​apt/​sources.​list
aptitude update
aptitude install hp-snmp-agents


Und feddisch! Jetzt kann die Hardware aus Nagios - oder noch schöner aus OMD - heraus einfach per SNMP gemonitored werden und man verpasst keine ausgefallenen Speicherriegel oder defekten Netzeile mehr.

Redakteur

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